jaffa-220071_1280Das künftige Ufer

Von Mati Shemoelof

Tel Aviv, 2048: Amir ist aus dem kriegsgeschüttelten Europa in das Land seines Vaters geflohen. Dort, in der jungen Levantinischen Union, wartet er auf Anna, die er auf der Flucht zurückgelassen hat.

Während Europa unter rechtem Terror und Bürgerkrieg zusammenbricht, lebt der Nahe Osten im Frieden. Zehn Jahre früher hat sich dort die Levantinische Union gegründet, ein Zusammenschluss von Staaten von der arabischen Halbinsel bis zum Schwarzen Meer. Von Dubai über Basra und Jerusalem bis nach Istanbul herrscht Freizügigkeit und Demokratie. Palästinenser*innen nutzen ihr Rückkehrrecht nach Tel Aviv, Jüd*innen das ihre nach Bagdad, und Geflüchtete aus Europa die (noch) offenen Grenzen.

Die gefährliche Flucht aus Europa hat Amir schon hinter sich – doch angekommen ist er noch lange nicht. Seine Frau Anna hat er im Stich gelassen, seine israelische Geliebte Shiraz will nichts mehr von ihm wissen, ein Job ist nicht in Sicht und die Tiraden seines Cousins Moses sind ständiger Beweis dafür, dass die alten Wunden im Nahen Osten bei weitem nicht verheilt sind. Als Amir endlich ein Lebenszeichen von Anna erhält, schöpft er wieder Hoffnung.

 

Besetzung
Amir Erol Afsin
Moses Sammy Ounis
Shiraz Nagmeh Alaei
Anna Helena Abay
Chipperstimme / Lautsprecheransage Eva Hetkamp
Deutscher Kanzler / Nachrichtenansage Andreas Schröders
Instrumentalsolist (Cello) Niklas Seidl

 

Von Mati Shemoelof

übersetzt aus dem Englischen von Maren Kames

Regie: Elena Zieser

Dramaturgie: Jan Buck

Technische Realisation: Henning Schmitz

Redaktion: Isabel Platthaus

Produktion: WDR 2018

 

Ausstrahlung: 13. Dezember 2018

Foto Mati Shemoelof.

Mati Shemoelof

Mati Shemoelof, geboren in Haifa, ist Autor und Herausgeber eines vielfältigen Werks von Lyrik, Theaterstücken, Artikeln und Belletristik. Er gilt als eine der führenden Stimmen der Gemeinschaft arabischer Juden. In Israel gründete er gemeinsam mit anderen Aktivisten die Bewegung “Guerilla Culture“, in Berlin, wo er seit 2013 lebt, das Format “Poetic Hafla”.

Die israelische Flagge gemalt auf die Mauer.

100 Jahre Israel

WDR-Hörspielreihe vom 10.-13. Dezember

2018 jährt sich die Gründung des Staates Israel zum 70. Mal. Der Blick zurück zeigt Jahrzehnte der Prosperität, der Entwicklung vom Agrarland zum Hightech-Staat, aber auch des nach wie vor ungelösten Konflikts zwischen Israelis und Palästinenser*innen. Das WDR Hörspiel wirft nun einen spekulativen Blick 30 Jahre in die Zukunft – und hat dazu zwei israelisch- und zwei palästinensischstämmige Autor*innen eingeladen, die einer Generation angehören, die diese Zukunft noch erleben wird.

Die entstandenen Hörspiele sind Utopien und Dystopien, Hoffnungen auf die Zukunft und sich aus der Gegenwart nährende Befürchtungen, subjektive Schlaglichter und überzeitliche Allegorien – und sie nutzen die Freiheit der Fiktion, um über die Grenzen der heutigen politischen Debatte hinaus zu blicken.

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